Background Image

 

Rasseportrait

 

(Bilder sind urheberrechtlich geschützt)

 

Es gibt viele Beschreibungen der Französischen Bulldogge… Wir, die Mitglieder des FBVD, lieben diese Rasse ganz besonders und möchten versuchen, Ihnen durch dieses Rasseportrait das Besondere dieser Rasse, unserer „Bullys“, nahe zu bringen.

Beginnen wir mit der Herkunft und der äußeren Erscheinung (auszugsweise aus dem aktuellen internationalen Rassestandard):

Es wird vermutet, dass die Französische Bulldogge von den Molossern des Altertums abstammt, deren Wurzeln bis in das römische Kaiserreich zurückreichen. Ebenfalls ist sie mit der Englischen Bulldogge verwandt. Welche Rassen im Laufe der Jahrhunderte miteinander gekreuzt wurden, ist nicht lückenlos belegt und somit heute nicht genau bekannt. Die Französische Bulldogge diente in Paris zunächst als Arbeitshund in den Markthallen, bei Metzgern und Kutschern. Allerdings hat sie mit ihrem außergewöhnlichen Äußeren schnell die Aufmerksamkeit der Künstler und der „besseren Gesellschaft“ erregt und wurde dort schnell sehr beliebt.

Der internationale Rassestandard Nr. 101 der Federation Cynologique Internationale (FCI) für die Französische Bulldogge stammt aus Frankreich. Der erste Standard wurde 1898 erstellt, in dem Jahr, in dem die Société Centrale Canine die Französische Bulldogge als Rasse anerkannte. Der erste Rasseverein wurde 1880 in Paris gegründet, das erste Zuchtbuch datiert von 1885.

Die Französische Bulldogge ist ein kleiner, doggenartiger Hund, der von der FCI als Gesellschafts – und Begleithund (Gruppe 9) klassifiziert wird.

Insgesamt ist die Französische Bulldogge ein typischer, kleinformatiger Molosser. Trotz ihrer geringen Größe ist sie ein „in allen Proportionen kräftiger, kurzer und gedrungener Hund mit kurzem Fell. Sie hat ein kurzes, stupsnasiges Gesicht, Stehohren (die typischen „Fledermausohren“) und eine natürliche Kurzrute. Die Französische Bulldogge muss den Eindruck eines lebhaften, aufgeweckten, sehr muskulösen Hundes von kompakter Struktur und solidem Knochenbau vermitteln.“

Rüden sollen eine Schulterhöhe von 27 cm bis 35 cm, Hündinnen von 24 cm bis 32 cm aufweisen. Das Gewicht soll bei Rüden zwischen 9 und 14 kg, bei Hündinnen zwischen 8 und 13 kg liegen.

Eine Toleranzabweichung in der Höhe von 1 cm über oder unter der im Standard angegebenen Größe und im Gewicht von 500 g mehr oder weniger sind akzeptabel, „wenn das Tier ein typischer Vertreter seiner Rasse ist“.

In der Bewegung soll die Französische Bulldogge „frei, kräftig und gleichmäßig“ sein.

Die Rute ist von Natur aus kurz, idealerweise ausreichend lang, um den Anus zu verdecken, tief angesetzt, eher gerade, an den Hinterbacken anliegend, am Ansatz dick, sich zur Spitze verjüngend.

Das Fell soll anliegend, glänzend und von weichem Kurzhaar, ohne Unterwolle, sein.

Es sind folgende Farben laut internationalem Rassestandard zugelassen:

Fawn: hierbei handelt es sich um die Bezeichnung der Farbe Beige (auch Rehbraun). Das Beige kann hell bis dunkel und auch rötlich sein. Bisweilen tritt eine hellere Färbung an den innen liegenden Körperteilen auf. Es sind Hunde mit oder ohne schwarze Maske zulässig, allerdings werden Hunde mit schwarzer Maske bevorzugt. Manchmal haben die Hunde einzelne weiße Abzeichen (z.B. auf der Brust), die zulässig sind.

Hier einige Beispiele für fawn-farbene Hunde:       

 

 

 

 

Gestromt: Die Grundfarbe ist Fawn, gezeichnet mit mäßiger, dunkler Querstromung, die das Fell „getigert“ erscheinen lassen. Die kräftige Stromung darf die Grundfarbe Fawn nicht abdecken. Eine schwarze Maske muss klar erkennbar sein. Einzelne weiße Abzeichen (z.B. auf der Brust) sind erlaubt.

Hier einige Beispiele für gestromte Hunde:            

 

 

Schecke: Gestromt mit mittlerer oder überhandnehmender weißer Scheckung. Die Scheckung ist idealerweise am ganzen Hund verteilt. Einige Flecken auf der Haut sind zulässig.

Hier einige Beispiele für Schecken:

         

 

Fawn-Schecke: Fawn (Beige) mit mittlerer oder überhandnehmender weißer Scheckung. Die Scheckung ist idealerweise über den gesamten Hund verteilt. Einige Flecken auf der Haut werden toleriert.

Hier einige Beispiele für Fawn-Schecken:          

 

 

 

Vom Wesen ist die Französische Bulldogge ein kontaktfreudiger, lebhafter, verspielter, einnehmender und aufgeweckter Hund.

Sie ist der ideale Familien- und Begleithund – wobei die Bezeichnung „Begleithund“ gern wörtlich genommen werden darf, denn sie möchte so oft wie möglich dabei sein und ihre „Familie“ begleiten. Sie ist sehr gesellig und anhänglich und braucht den engen Kontakt zu ihren Besitzern.

Französische Bulldoggen sind aber auch sehr wachsam und können sich auch beschützend zeigen. Allerdings sind sie – bei aller Wachsamkeit – keine „Kläffer“ oder zeigen sich gar aggressiv.

Der ideale Besitzer einer Französischen Bulldogge sollte vor allem über zwei Eigenschaften verfügen: Geduld und Humor!

Die Französische Bulldogge benötigt nämlich eine konsequente aber auch liebevolle Erziehung. Mit „Druck“ jeglicher Art wird man bei ihr nicht zum Ziel kommen. Diesen quittiert sie meistens damit, dass man von ihr schlicht nicht mehr ernst genommen und ignoriert wird… Eine Französische Bulldogge kann Erziehungsversuchen oftmals sehr kreativ begegnen, indem sie beispielsweise den Clown in sich entdeckt oder zum Alleinunterhalter mutiert und ein Ablenkungsmanöver beginnt. Da gilt es, als Besitzer Humor zu beweisen, aufmerksam zu sein und ruhig und konsequent zu bleiben.

Da es sich um einen im Allgemeinen sehr charakter- und willensstarken Hund handelt, kann es allerdings mehrfach vorkommen, dass das gestern Erlernte heute „vergessen“ wird… An diesem Punkt ist dann die Geduld und das Durchhaltevermögen des Besitzers gefordert.

Einige Exemplare lösen Probleme oder Konflikte auch gern einmal durch „Aussitzen“ – mancher Bully ist darin ein wahrer Meister:

 

 

Auch wenn die Französische Bulldogge rein äußerlich oftmals wie eine kleine „Dampframme“ daherkommt und sie normalerweise auch über ein sehr ausgeprägtes „Ego“ verfügt (was sie auch durchaus zeigt!), sollte man nicht unterschätzen, wie sensibel viele Französische Bulldoggen sind! Und fehlplatzierte Erziehungsmethoden können deshalb geradezu fatale Folgen für die empfindsame Seele dieser Hunde haben.

Mit einer Französischen Bulldogge erweitern Sie Ihre Familie um ein sehr athletisches, aktives Familienmitglied. Auch wenn nichts gegen eine Haltung in einer Wohnung spricht, so sollte auf jeden Fall sichergestellt sein, dass der Hund ausreichend Bewegung bekommt und ausreichend Platz zum Spielen und Toben hat.

Tägliche Spaziergänge sollten unbedingt auf dem Programm stehen! Eine Französische Bulldogge eignet sich durchaus auch für lange, ausgedehnte Spaziergänge und Wanderungen. Viele Französische Bulldoggen mögen auch sehr gern „Kopfarbeit“, weshalb beispielsweise das Einstudieren von kleinen Tricks oder Futter-Suchspiele eine sehr schöne Beschäftigungsmöglichkeit sind.

Für welche der vielen Bewegungs – und Beschäftigungsmöglichkeiten man sich auch entscheidet, ist es immer sehr wichtig, sich stets bewusst zu sein, dass die Französische Bulldogge ein kräftiger Hund ist, der für seine geringe Größe ein relativ beachtliches Gewicht mitbringt. Um dem Hund auf Dauer keinen Schaden zuzufügen, sollte man ihn deshalb immer typgerecht auslasten!

Hier die „Grenze“ zu finden, liegt allein in der Verantwortung des Besitzers, da die Französische Bulldogge keine Schwäche zeigt oder gar aufgibt. In diesem Punkt ist sie ein typischer Molosser. Das bedeutet, dass die Besitzer ihren Hund ggf. durchaus auch mal vor sich selbst beschützen müssen!

Ist eine Französische Bulldogge typgerecht und ausreichend ausgelastet, ist sie ein großer Freund ausgedehnter Ruhephasen, die sie in vollen Zügen genießt! Hierbei benötigt sie nicht besonders viel Platz, sondern es gelingt ihr, es sich fast überall gemütlich zu machen, wie zum Beispiel auf der kleinsten Hundedecke der Welt:

 

 

Fazit:

Die Französische Bulldogge besticht durch ihren freundlichen, charmanten und lebenslustigen Charakter. Wer sie einmal kennengelernt hat, kommt nicht mehr von ihr los!

Unser höchstes Gründungziel ist die Gesunderhaltung und das Wohlergehen unserer Bullys. So werden zum Beispiel unsere Nachzuchten im Alter von 3 Jahren erneut einem Belastungstest unterzogen, um Atemprobleme bei unseren Zuchthunden ausschließen zu können. Wir möchten erreichen, dass der kleine Kobold Freude und Freiheit ohne körperliche Probleme erleben kann, denn kein Bully sollte in einem Gefängnis aus Bewegungsschmerz und Atemnot sitzen!